Jahrgang 
12 (1823)
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ſehr wenig zu fuͤrchten. Denn haben auch die neuern Ereigniſſe in dieſem Lande manches Wun⸗ derbare hervorgebracht, ſo moͤchte es doch wohl ſchwer ſeyn, noch das zu bewirken, daß die Spa niſchen Grandes, gleich unſern Staͤnden des Lan⸗ des, es nicht allein nicht fuͤr entehrend, ſondern vielmehr fuͤr ehrenvoll achten, ſich ſelbſt mit der Schaafzucht zu befaſſen und ſo zu ſagen, die Schaaf⸗ meiſter ihrer Heerden zu ſeyn. Und geſetzt, auch dies waͤre moͤglich und kaͤme zur Wirklichkeit, ſo iſt auch der Ackerbau in Spanien noch viel zu ſehr in ſeiner Kindheit, als daß man auf gleich großen Flaͤchen und mit groͤßerem Koſten⸗Aufwande, wie in Deutſchland, eine gleich große Menge Schaafe erhalten koͤnnte. Was fuͤr Klippen ſind da noch hinwegzuſchaffen, ehe es auf die Stufe gelangt, auf der Deutſchland gegenwaͤrtig ſteht. Behaupten laͤßt ſich aber geradezu, daß die Spaniſche Schaafzucht eher in ihr Nichts zuruͤckſinken muͤßte, ehe ſie Wolle zu dem oben angegebenen Preiſe liefern koͤnnte, weil es dann wohl dort raͤthlicher ſeyn wuͤrde, andere mehr eintragende Produkte, als Wolle, zu erzeugen.

Es iſt alſo keine ſo große Gefahr fuͤr den Un⸗ tergang der Merinos in Deutſchland zu fuͤrchten, wenn auch ihre Wolle etwas heruntergeht. Auch iſt dieſes Heruntergehen fuͤr den deutſchen Schaafzuͤch⸗ ter kein ſo weſentliches Ungluͤck und nur in ſo fern gachtheilig, als es ihn fuͤr den Augenblick in Ver⸗