Jahrgang 
12 (1823)
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das Erſtere. Dieſes kann uͤberdies auch, der Na⸗ tur der Sache nach, gar nicht fuͤr die Dauer ſtatt haben, weil die Maſſe der feinen Wolle immer mehr zunimmt. Einzelne ausgezeichnete und im Ganzen noch hoͤchſt ſeltene Schuren gehoͤren nicht zur Maſſe. Denn ſie ſind nicht mehr allein als Natur⸗ ſondern auch zugleich als Kunſt-⸗Erzeugniß zu betrachten und der hoͤhere Preis iſt dann der Lohn der hoͤhern Intelligenz. In ſo fern werden ſie auch immer hoch uͤber der Maſſe im Werthe bleiben.

Verfolgen wir nun unſre Anſicht etwas weiter, ſo muͤſſen wir zunaͤchſt darauf ſehen, mit wem wir bei der Erzeugung unſrer feinen Wolle zu wettei⸗ fern haben. Spanien war es zeither wohl faſt al lein, mit dem wir bei dem Abſatze derſelben in's Ausland concurrirten. Denn was in Frankreich er⸗ zeugt wird, geht meiſt auf den innern Bedarf auf und es betraͤgt dort die Einfuhr der feinen Wolle mehr als die Ausfuhr. Beſtaͤnde nun aber auch dir Meſta in Spanien noch, ſo duͤrfte es dieſem Laude doch wohl nie moͤglich werden, den Stein Wolle zu 124 Rthlr. verkaufen zu koͤnnen. Denn ihm fehlt ein Hauptbedingniß, das iſt: deutſcher Fleiß und deutſche Betriebſamkeit. Wird aber die Meſta nicht mehr wiederhergtſtellt, was wohl bereits mehr als wahrſcheinlich iſt, ſo haͤtten wir dann vors erſte von Spanien fuͤr unſre Wollconcurrenz