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tegenheit ſetzt, well er bei dem niedrigen Stande aller uͤbrigen Erzeugniſſe ſeine ganze Hoffnung auf die Wolle gebaut hat. Wuͤnſchen muß aber ein je⸗ der, dem es aufrichtig um die immer mehr ſtei— gende Zucht der Merinos in Deutſchland zu thun iſt, daß ſich fuͤr deren Wolle ein Preis bilde, der durch ein allmaͤhliges Sinken der Zunahme der Maſſe gleich bleibe und immer mehrere Concurrenz der Kaͤufer bewirke.— Wodurch verdarb denn Eng— land ſo viele Manufacturen und Fabriken des Con⸗ tinents? Einzig und allein durch die niedrigen Preiſe ſeiner Waaren, die es vermoͤge der wohlfeilen Er⸗ zeugung derſelben halten und es darin allen andern zuvor thun konnte. Wir ſind mit unſerer Wolle ziemlich in demſelben Falle. Die wohlfeileren Preiſe, die wir damit halten koͤnnen, ſichern uns deren Ab⸗ ſatz vor allen andern und es iſt fuͤr die Geſammt⸗ heit der deutſchen Schaafzucht und beſonders fuͤr ihr kuͤnftiges Emporbluͤhen und Gedeihen vortheil⸗ haft, wenn die bisher beſtandenen Preiſe der feinen Wolle nicht mehr auf dieſer Hoͤhe bleiben. Die Sache wird ſich uͤbrigens auch von ſelbſt finden, Denn wenn auch kurzſichtige und wenig zu rechnen verſtehende Landwirthe meinen, es ſey ſchon jetzt nicht mehr vortheihaft, ſich der Merinozucht zu be⸗ fleißigen, ſo ſind dies nur einzelne, deren hie und da doch einer durch Schaden klug wird; da die Landwolle noch unverhaͤltnißmaͤßig tiefer gegangen


