Riſtko noch zwanzig vom 100 abrechnen, ſo bleiben 100 Nthlr. Mehr⸗Ertrag.
Aus dieſen Vergleichungen und Berechnungen ergiebt ſich nun, daß, wenn wir annehmen, wie dies wohl ziemlich ſicher zutreffen wird, daß das Korn bei den jetzigen Verhaͤltniſſen des Landbaus um die Haͤlfte mehr gelten muͤßte, als vor 50 Jah⸗ ren, wenn der Landmann jetzt eben ſo wie damals beſtehen ſoll, die Wolle auch um die Haͤlfte hoͤher ſtehen muͤßte, wie damals, um von einer Schaͤfe⸗ rei eine verhaͤltnißmaͤßig gleich große Rente zu zie⸗ hen. Die vorſtehende Rechnung ergiebt aber auf ein Merino Schaaf 1 Rthlr. Mehr⸗Ertrag und folglich auf den Stein Wolle, wenn von 10 Stuͤcken ein Stein geſchoren wird, 10 Rthlr., d. i. 1 ½ mehr als vor 50 Jahren. Nach dieſen Praͤmiſſen koͤnnte nun die Wolle bis auf 12 ½ Rthlr. der Stein herab⸗ gehen, ohne daß es oͤkonomiſch nachtheilig werden wuͤrde, dieſelbe zu erzeugen. Vorausgeſetzt naͤmlich, daß man ſie vor 50 Jahren fuͤr den Preis von 8 Rthlr. nicht mit Nachtheil erzeugte.
Je mehr nun aber die feinere Schaafzucht zu⸗ nimmt und je mehr ſich die Anzahl der Merinos vermehrt, um ſo geringer wird auch der Preis und ſomit das Anlegekapital. Folglich wird die Pro⸗ duction der feinen Wolle fuͤr dieſen Werth immer moͤglich ſeyn. Faͤlle, wo ſie wegen uͤbertriebener theurer Fuͤtterung und anderer koſtſpieliger, meiſt
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