der Kurzſichtigſte ſehr bald ein. Darum iſt die feine Schaafzucht das einzige Rettungsmittel fuͤr die Landwirthſchaft im Allgemeinen und hierdurch zugleich das Sicherungsmittel der hinreichenden Produktion der meiſten Lebensbeduͤrfniſſe fuͤr den groͤßten Theil von Deutſchland.
Man wird mir nicht erwiedern wollen, daß ja nicht alle Landbebauer Schaafe halten und daß dieſe denn doch, trotz dem, beſtehen und Nah⸗ rungsmittel erbauen. Denn es wuͤrde ſich bei ver⸗ minderter Schaafzucht, ein jeder mehr der andern Viehzucht befleißigen muͤſſen. Die Produkte von dieſer muͤßten denn noch mehr als jetzt fallen und wuͤrden bei weitem nicht mehr die Erzeugungsko⸗ ſten decken. Eine augenblickliche große Wohlfeil⸗ heit waͤre freilich die natuͤrliche Folge davon, und dies wuͤrde denen, die da glauben, daß die menſch⸗ lichen Nahrungsmittel nie zu wohlfeil werden koͤn⸗ nen, gerade ſehr gut zu ſeyn ſcheinen. Die Folge davon aber waͤre der Ruin des ganzen Landbaues, und hieraus muͤßte denn nothwendig zuletzt ein eben ſo hohes Steigen der Nahrungsmittel erfol⸗ gen, als wie fruͤher das Fallen derſelben war.
Es entſteht aber nun die Frage: wird auch der Abſatz der feinen Wolle ins Ausland fur die Folge Beſtand haben? Hierauf loͤßt ſich nun wohl mit ziemlicher Gewißheit antworten, daß, ſo lange die


