Schaafzucht in Spanien nicht wieder auf den ehe⸗ maligen Fuß kommt, wegen dieſes Abſatzes fuͤr uns wenig Beſorgniſſe noͤthig ſind. Da wir uͤber— dies in Hinſicht der Qualitaͤt der Wolle in vielen Heerden Spanien ſchon weit uͤbertreffen, ſo wuͤr⸗ de, auch ſelbſt wenn die ehemalige Ordnung der Dinge daſelbſt, gegen alle Wahrſcheinlichkeit, wie⸗ der eintreten ſollte, unſerer Wolle zum Theil der Vorzug vor jener immer bleiben, und ihr Abſatz geſichert ſeyn. Da aber dies in der Allgemeinheit wohl nie ſtatt finden wird, und auch nie ſtatt fin— den kann, ſo muß ein anderer Grund da ſeyn, der uns den Abſatz unſerer feinen Wolle fuͤr immer ſichern kann, und dieſer iſt: der wohlfeilere Preis, fuͤr den man dieſelbe bei uns ge⸗ gen andern Laͤndern haben kann. Da wird man mir nun freilich wohl einwenden, daß wir da⸗ bei nichts gewinnen werden. Die Sache bedarf da⸗ her einer genauern Beleuchtung.
Zuvoͤrderſt iſt es nothwendig, zu unterſuchen, wie hoch dem deutſchen Schaafzuͤchter ſeine er— zeugte Wolle nach den obwaltenden Verhaͤltniſſen zu ſtehen kommt. Denn nur daraus laͤßt ſich er⸗ mitteln, ob und unter welchen Umſtaͤnden der Preis, den er dafuͤr erhaͤlt, zu niedrig ſey. Wir wollen uns hier auf keine umſtaͤndliche und unnoͤ⸗ thige Berechnung einlaſſen, ſondern nur einmal auf die fruͤhern Zeiten zuruͤckgehen, wo man noch


