Jahrgang 
10 (1822)
Einzelbild herunterladen

aber warmen Boden findet man ihn ſehr gut, aber auf niedrigen kalten Boden iſt er fruͤh mit Roſt befallen und davon verdorben; auf trockenen iſt er vor der Ausbildung der Koͤrner verdorret.

Die Huaͤlſenfruͤchte ſind mit ſehr wenigen Aus⸗ nahmen ganz ſchlecht zu nennen; uͤberdies war ihre Ernte und Einbringung ſchwierig der haͤufigen Schauerregen wegen. Wenn nicht vom vorigen, darin ſo beſonders geſegneten, Jahre noch ein gro⸗ ßer Ueberſchuß vorhanden iſt, ſo werden ſich Erb⸗ ſen ſehr ſelten machen.

Der fruͤhe Buchweitzen iſt ganz mißrathen, der ſpaͤte aber, welcher im Juni geſaͤet, nur einzeln an feuchteren Stellen keimte aber im Ganzen erſt im

Juli hervorkam, iſt außerordentlich ſtark und er⸗ giebig geworden.

Die Kartoffeln haben auf duͤrrem Boden, be⸗ ſonders, wenn ſie fruͤh gelegt waren, ſehr gelitten, indem die jungen Knollen Austriebe gewacht und eine zweite Brut angeſetzt haben, die immer un⸗ vollkommen bleibt und den erſten Anſatz auszehrt. Auf lockerem Boden aber, der die Feuchtigkeit in der Tiefe noch ziemlich anht e ſind ſis noch vorzuͤg⸗ lich gerathen.

Im Allgemeinen ſteht die Ernte, ſo weit un⸗ ſre Nachrichten reichen, bedeutend unter mittelmaͤ⸗ ßig und es hat wohl keinen Zweifel, daß ohne die großen Vorraͤthe von 2 bis 3 Jahren und ohne