den Drang nach Gelde die Preiſe merklicher ge⸗ ſtiegen ſeyn muͤßten, als bisher geſchehen iſt. Im Juli ward die Beſorgniß eines voͤlligen Mißwach⸗ ſes alier Orten ſo groß, daß ein ſehr ſchnelles nnd bedeutendes Steigen erfolgie, indem Spekulatio⸗ nen auf jenen Anſchein begruͤndet wurden. Da ſich aber die vormals fuͤr den Seehandel angeleg⸗ ten und uͤberfuͤllten Magazine eroͤffneten und das Getreide in das Land hinauf ging, ſo ſtockte der Verkehr wieder und als ſich nun auch der beſchleu⸗ nigte Abdruſch der fruͤhen Ernte zu den Maͤrkten draͤngte, der Bedarf alſo uͤberfluͤſſig vorhanden ſchien, ſo fielen die Preiſe— mit Ausnahme des Hafers und der Erbſen— faſt auf den Standpunkt herunter, worauf ſie vor Johannis geſtander hat⸗ ten. Erſt ſeit der Mitte Septembers ſchienen ſie ſich, aber ſehr langſam, wieder zu heben und es iſt wahrſcheinlich, daß ſie zwar nicht in ein richti⸗ ges, dem diesjaͤhrigen Ernteertrage angemeſſenes, aber doch in ein mehr annaͤherndes Verhaͤltniß kommen werden. Jenes iſt deshalb nicht zu erwar⸗ ten, weil zu einem Abſatz nach England gar keine Ausſicht, die aber, welche ſich nach dem ſuͤdlichen Europa aufs neue eroͤffnet haben ſoll, ſehr unge⸗ wiß, auf allen Fall minder lucrativ iſt.
Um den Stand der Getreidepreife, ihr Stei⸗ gen und Fallen, unſern Leſern zur Ueberſicht und Vergleichung darzuſtellen, entlehnen wir aus der


