Jahrgang 
10 (1822)
Einzelbild herunterladen

nende Ernte an Koͤrnern zu geben und das nach⸗ gelaufene dient zur Vermehrung des Futters; aber in einigen ward man auch die einzelnen vorgekom⸗ menen Halme aufzugeben und den ſpaͤteren Wuchs erſt zu nehmen genoͤthiget, weshalb man jetzt zu Ende Septembers noch Gerſte auf den Feldern fin⸗ det, die gluͤcklicher Weiſe noch von keinem Nacht⸗ froſte gelitten hat. Der junge Klee, der unter⸗ fruͤhe Gerſte geſäͤet, ſchon gelaufen war, ſchien nachmals abgeſprungen und voͤllig verloren zu ſeyn; aber er hat ſich uͤber Erwarten wieder hervorge⸗ macht und verſpricht fuͤr das kuͤnftige Jahr ein ge⸗ ſchloſſenes Kleefeld.

Der Roggen war reif auf allem nicht kalt⸗ gruͤndigem Boden, bevor durchdringender Regen einfiel; dieſer konnte ihm alſo nicht helfen, ſondern nur ſeine Einſcheurung verzogern. Seine gluͤckliche Bluͤthezeit hatte einen ſehr vollſtaͤndigen Anſatz be⸗ wirkt und wenn ſeine Koͤrner gleich klein geblieben,

ſo iſt der Abdruſch doch ziemlich ergiebig und be⸗

ſonders ſind die Koͤrner mehlreich. Nur auf ſchrin⸗ digen Stellen iſt er verſchienen und wird das Ab⸗ dreſchen nicht verlohnen. Aber einen bedeutenden Vorzug hat der in Dreiſch geſaͤete und dieſer wird zur Zufriedenheit lohnen, wenn der in beſtaͤndigem Pfluglande mit ſtarker Duͤngung erbaute zuräck⸗ ſchlaͤgt.

Weieen iſt ſehr ungleich. Auf maͤßig feuchten