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kamen und alles Holzwerk ſo austrocknete, daß die Fugen ſpalteten. Erſt vom 1oten Juli an beka⸗ men wir Regen der durchdrang und von nun an ſelbigen im großen Uebermaaß zur laͤſtigen Stoͤ⸗ rung der haͤufig in den erſten Tagen dieſes Mo⸗ nats ſchon begonnenen Ernte.
Hoͤchſt erfreulich wirkte nun dieſer mit ziem⸗ lich hoher Temperatur verbundene Regen auf alle noch nicht ganz abgeſtorbene Pflanzen und es ent⸗ ſtand ein neuer Trieb in ihnen. Beſonders wohl⸗ thaͤtig war er den Wieſen und Weiden, auf wel⸗ chen das Gras voͤllig vergangen ſchien und deren Boden geſpalten war. Sie begruͤnten ſchnell und gaben, wieder alle Erwartung, bald die Hoffnung zu einer reichen Nachmaht. Nicht minder erhol⸗ ten ſich die Kleefelder, die man nach dem erſten Schnitt mehrentheils aufgegeben hatte. Der fruͤ⸗ hen Gerſte und dem fruͤhen Hafer konnte der Re⸗ gen zu Anfange des Juli wenig helfen, da ihre Koͤrner faſt reif waren. Aber der ſpaͤten kleinen Gerſte, die in der duͤrren Periode des Juni geſaͤet war, erwies er ſich noch ſehr wohlthaͤtig; ſie war, je nachdem die Koͤrner eine mehr oder minder feuchte Lage bekamen, zum groͤßeren oder geringe⸗ ren Theil gelaufen und nun fing ein Theil an zu ſchoßen und ſchon in Aehren zu treten, waͤhrend ein anderer hervorkeimte. In der Mehrheit der Faͤlle war des erſteren noch genug, um eine loh⸗


