Jahrgang 
4 (1819)
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glauben. Auch muß das ſeyn, wenn ſich ihre

Production im Ganzen bezahlen ſoll.

Handelsgewaͤchſe betreffend, ſo iſt Raps⸗ und Ruͤbſaat in den Niederungen vortrefflich, auf Hoͤhe-Boden aber unter mittelmaͤßig gera⸗ then. Sommer⸗Ruͤbſen iſt an den meiſten Orten ganz fehlgeſchlagen. Deshalb ſteht der Saamen hoch im Preiſe. Daback wird immer mehr und zwar haͤufig nach Amersforter Art mit

großem Duͤngeraufwande gebauet und iſt, wenn V

man ihn ſorgfaͤltig pflanzte, gut gerathen. Da⸗ zu kommen ſehr viele Amerikaniſche Blaͤtter; er ſteht alſo im ſchlechten Preiſe. Hopfen iſt ganz vorzuͤglich voll und gut; wird daher ſehr wohlfeil.

Butter iſt allenthalben im Preiſe geſtiegen und moͤgte noch hoͤher gehen.

Mageres Rindvieh iſt wohlfeil, insbe⸗ ſondre ſind alte Ochſen zu aͤußerſt niedrigen Prei⸗ ſen verkauft worden. Fettes Vieh wird aber

wohrſcheinlich wieder gute Preiſe erhalten, da

Raufutter ſelten iſt und ſo viele Branntwein⸗ brennereien ſtill ſtehen.

Auch magre Schweine ſind viel wohlfeiler als ſie ſeit einigen Jahren waren und von eini⸗ gen Orten hoͤren wir klagen, daß ſie gar nicht abzuſetzen waͤren.