Jahrgang 
4 (1819)
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Nach Wolle zeigt ſich ſeit kurzem mehrere Nachfrage, aber es werden nur geringe Preiſe geboten und die Kaͤufer begnuͤgen ſich mit mitt⸗ leren Sorten, mit Tertia und noch geringerer, und bieten auf feinere gute Sekunda we⸗ nig mehr uͤber den Preis, den ſie einmal zu ge⸗ ben ſich vorgenommen haben, naͤmlich 15 bis 18 Rthlr., nehmen jedoch die feinere ſehr gern, wenn ſie ihnen jemand dafuͤr uͤberlaſſen will. Dies ruͤhrt daher, daß der Abgang und der Einkauf fuͤr England ganz ſtockt. Wie die Abſicht der engliſchen Regierung, aus der Einfuhr der frem⸗ den Wolle ein Einkommen fuͤr die. Staats⸗Kaſ⸗ ſen zu ziehen, bekannt wurde, beeilten ſich die Handlungshaͤuſer, die angekaufte Wolle moͤg⸗ lichſt ſchnell nach England zu ſchaffen, bevor der Eingangszoll eintraͤte. Es iſt daher im Monat September eine fuͤr dieſe Zeit ganz ungewoͤhn⸗ liche Menge von diesjaͤhriger Wolle ſchon ange⸗ kommen, ehe die bedeutenden Vorraͤthe von der im Fruͤhjahr angelangten Wolle von 1818 eini⸗ germaaßen aufgeraͤmt waren. Hierdurch iſt der Preis in England etwas, aber hoͤchſtens um½ fuͤr die hochfelnen Sorten weniger gefal⸗ len. Jetzt geht nun gar keine Wolle mehr ein, weil der Zoll erhoben wird und das Streben der Fabrikanten dagegen ſo groß iſt, daß man er⸗ wartet, er werde in der naͤchſten Parlaments⸗