Jahrgang 
4 (1819)
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ſchwaͤtz dazwiſchen komme, iſt an ſich ſo uͤbel nicht, indem dadurch falſche Meinungen, Vor⸗ urtheile und Mißverſtaͤndniſſe ans Licht kommen, die, unter der Klaſſe der halbgebildeten Landwir⸗ the im Finſtern ſchleichend, ſich fortpflanzen. Sie werden auch oft darin beantwortet und wi⸗ derlegt, obwohl nicht immer gruͤndlich genug. Dieſes zu uͤbernehmen wuͤrde uns zu weit fuͤh⸗ ren und waͤre wohl Sache des Redakteurs. Wir werden uns beſchraͤnken, das merkwuͤrdigſte vom Jahre 1818 an zu beruͤhren und uns zum Theil, mit Uebergehung des Unbedeutenden, ausfuͤhrli⸗ cher daruͤber aͤußern.

Im Januarſtuͤck 1818 ein raiſonnirender Auszug aus Thaers Abhandlung uͤber die Fortſchritte der feinern Schaafzucht im Preußiſchen Staate in Bd. I. St. 1. der Moͤglinſchen Annalen von Hrn. Stenger. Voran eine Wuͤrdigung von Thaers Verdienſten um die Landwirthſchaft und Bedauern, daß er nicht ewig leben koͤnne. Dies hofft der alte, aber noch ungeſchwaͤchte Mann doch in ſeinen Kindern und Zoͤglingen zu thun. Daß die Gemeinheits⸗ Theilung(mit Arrundirung der Grundſtuͤcke ver⸗ bunden), wenn mit ihr die Schaaftrift auf fremden Acker(wie allerdings geſchieht und ge⸗ ſchehen muß) aufgehoben wird, der Sargnagel der Schaafzucht ſeyn werde, iſt uns nicht klar.