Vielmehr glauben wir, daß der moͤglich hoͤchſte Betrieb der Schaafzucht ohne jene Gemeinheits⸗ Theilung im Ganzen nicht ſtatt finden koͤnne. Sie wird in ihrer groͤßten Ausdehnung und Vollkommenheit nur auf ſolchen, voͤllig ſeparir⸗ ten und arrundirten Guͤtern betrieben und es iſt mit ein Grund, die dritte Staats⸗Stamm⸗ Schaͤferei von der Domalne Petersberg weg⸗ zunehmen, weil der groͤßte Theil der Weide da⸗ ſelbſt Communion und der Acker zum Theil zer⸗ ſtuͤckelt iſt. Nur wenn man kein auswaͤrtiges Triftrecht hat, wird man oͤkonomiſch ſolche Ein⸗ richtungen und Verhaͤltniſſe treffen koͤnnen, daß die Schaafe nie Mangel leiden, was zu ihrem vollkommenſten Gedeihen unerlaͤßlich iſt.
Ob die Errichtung einer oder mehrerer Stamm⸗Schaͤfereien jeder Regierung anraͤthlich ſey? Der Verf. glaubt es, weil ſich der Capital⸗ Vorſchuß bei Privaten nicht leicht finden werde. Nur, ſagt er, wenn wir geſchichtlich den Staats⸗ Einrichtungen nachgingen, ſo faͤnden wir gar zu haͤufig den erſten Anfang mit einem Feuerelfer ergriffen, dem nur von ausgeſuchten Menſchen gefolgt werden koͤnne. Dies ſchienen die Regie⸗ rungen zu vergeſſen, da es theils dieſer ausge⸗ ſuchten Menſchen(insbeſondere fuͤr dieſes Fach) nicht viele gebe, theils auch auf den Beſten von oben herab eingewirkt werden muͤſſe, wenn er


