Jahrgang 
2 (1818)
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ben, dadurch um ſo empfindlicher geworden ſind, daß gleichzeitig auch die Lammzuchten haͤufig ſo ungluͤcklich ausfielen; und dieſes ganz vorzuͤglich durch die eben bezeichnete Krankheit, bis jetzt ge⸗ meinhin die Laͤhme genannt, herbeigefuͤhrt wurde, ohne daß daruͤber unſers Wiſſens ein bedeutender Aufſchluß oder Rath der Huͤlfe in irgend einem landwirthſchaftlichen oder thieraͤrztlichen Werke zu finden waͤre.

Ich ſelbſt habe drei Jahre lang, 1314, 15 und 16, die bedeutendſten Verluſte dadurch erlit⸗ ten, und habe meine Schaͤferei 1817, ungeachtet einiger ſehr energiſcher Maaßregeln, doch nicht ganz frei davon erhalten.

So aneinanderhaͤngend wie nun auch, wie einige unſerer Nachbarn, alle Aufmerkſamkeit der Beobachtung dieſer wahrlich furchtbaren Krankheit widmeten, welche Staͤmme vou 4 und 5oo ſchoͤ⸗ nen Laͤmmern um 3 ſchmaͤlerte*): ſo muß ich doch hier vor allem bevorworten, daß ich nach vier⸗ jaͤhrigen Beobachtungen doch nicht eine unwi⸗ derſprechliche Loͤſung der eben aufgeſtellten drei Fragen zu uͤbernehmen wage, und ſolche vielmehr nur als einen Anhalt unſerer hieſigen Beobachtun⸗

*) Ich kenne Schaͤfereien, welche in dem Fruͤhjahr 1817 von 400 Laͤmmern nicht go durch dieſe Krankheit brachten Anm. d. Verf.

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