Jahrgang 
2 (1818)
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gen aufgeſtellt habe, zu deren Mittheilung ich eine ermunternde Aufforderung des Herrn Staatsraths Thaer erhielt, um damit Veranlaſſung zu viel⸗ leicht conſequenteren und vervielfachten fernern Beobachtungen dieſer Krankheit zu geben. Zunaͤchſt halte ich fuͤr noͤthig, die aͤuſſeren Er⸗ ſcheinungen dieſer Krankheit zu beruͤhren, um Miß⸗ verſtaͤndniſſe und Verwechſelungen zu verhuͤten. Am gewoͤhnlichſten befaͤllt dieſe Krankheit die Laͤmmer im Monate Maͤrz und April, die ſpaͤ⸗ tern Laͤmmer haͤufiger, als die Fruͤh⸗Laͤm⸗ mer, meiſtens in dem Alter von 14 Tagen, doch nicht ſelten auch noch Laͤmmer von drei, vier und fuͤnf Wochen, die ſtaͤrkſten und geſundeſten wie die ſchwaͤchern. Eine genaue Beobachtung zeigt bei⸗ nahe ohne Ausnahme ein, der voͤlligen Erlaͤhmung vorhergehendes, trauriges Verhalten des Lammes, es ſchleicht ſtatt zu huͤpfen; gewoͤhnlich nach 24 Stunden, oft aber weit ſchneller, nach dieſer erſten Veraͤnderung, kann das Lamm in den meiſten Faͤl⸗ len zuerſt vorn ſich nur bis auf die Knie heben, und kriecht auf dieſen weiter. Dann pflegt eine Steifigkeit des Halſes, oft auch eine Verdrehung des Genickes, ſeitwaͤrts oder vornuͤber, einzutre⸗ ten, ſo daß das Lamm an den Euter der Mutter uͤberall nicht gelangen kann, ohne daß dieſes auf den Ruͤcken gelegt, und das Lamm dann daran gelegt wird. Dieſe Steifigkeit des Halſes, welche