Jahrgang 
12 (1808)
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Bericht an die D. F. v. S. R.

Ich habe bereits Ew. H. D. uͤber die erſten Ein⸗ druͤcke, welche die Anſicht von Hofwyl in mir er⸗ regte, unterthaͤnigſte Meldung gethan. Die Em⸗ pfindung des Vergnuͤgens, eine ſolche Anſtalt zu ſehen, war zu ſtark, als daß es mir nicht noch jetzt im erfreulichen Andenken ſeyn ſollte, nun aus der Ferne hinzublicken auf die Aue von Hofwyl, wo die Goͤttin der Fruͤchte ſich eben heruiederließ, den Reichthum ihrer Garben dem Schnitter in die Hand zu geben, vo uͤberall eine Fuͤlle des Segens aus der Erde hervorſproßte, als haͤtte nur hier Ceres ihren Tempel aufgeſchlagen. Ja, noch jetzt iſt es meine innige Ueberzeugung, daß dieſes oͤko⸗ nomiſche Inſtitut der Aufmerkſamkeit und Beur⸗ theilung jedes denkenden Oekonomen, und jedes Freundes eines verbeſſerten Landbaues wuͤrdig iſt, und kein Schuͤler der Agrikultur wird es bereuen, ſich einige Zeit in Hofwyl unterrichtet zu haben.

Aber der Boden der Schweiz und das Klima des Landes ſind vielleicht der Vegetation des Wyl⸗ hofes ſo guͤnſtig?

Mit neidiſchen Augen duͤrfen wir weder die ur⸗

ſpruͤngliche Beſchaffenheit des Bodens anſehen, noch das Klima von Hofwyl; denn wer die Schweiz Oo 2