Jahrgang 
12 (1808)
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nennt, nennt ein gebirgiges Land, das in Hinſicht deſſen mit unſerm Thuͤringer Vaterlande große Aehnlichkeit hat. Die Sonne geht in den Thaͤlern des Alpenlandes ſpaͤter auf und fruͤher unter, und die Hoͤhen der Berge ſind oft ſo kalt, daß ewiger Schnee ſie bedeckt. Daher ſind nur wenige Ge⸗ genden der Schweiz dem Rebenbau guͤnſtig, und wenn wir die Reife der Gewaͤchſe zum Maßſtabe des Klima's annehmen, ſo hat das Klima der deutſchen Rheinſeite vierzehn Tage fruͤhere Ernten, und die waͤrmern Gegenden des ſchwarzburgiſchen Fuͤrſtenthums haben zu gleicher Zeit ihre Ernte mit Hofwyl. Dieſes Jahr fing Herr Fellenberg den 27ſten Julius an, ſeinen erſten Rocken maͤhen zu laſſen; die Wintergerſte und der Raps waren aber ſchon eingeſcheuert.

Und der Boden? Ja, wenn man denijenigen Boden gut nennt, der durch Arbeit und Muͤhe verbeſſert werden kann, und dann die Koſten der Verbeſſerung reichlich bezahlt, dann hat Hofwyl einen guten Boden. Nennen wir aber nur denje⸗ nigen Acker gut, der Garben bringt ohne Duͤn⸗ gung, der Ueberfluß hat an Humus, und ohne unſer Zuthun gegen die nachtheiligen Einfluͤſſe der Elemente geſchuͤtzt iſt dann hatte Hofwyl noch vor acht Jahren einen ſchlechten Boden. Die Haupt⸗