(360) dienſte Weſentlich vermehrt werden muß, ſo ſchein⸗ bar auch ihre Wichtigkeit, iſt bei naͤherer Beleuch⸗ tung ganz grundlos. Denn will man ſich darauf einſchraͤnken, das Land nur zu beſtellen, welches man his jetzt als Acker oder Wieſen benutzt hat, ſo wird man eher Ueberfluß als Mangel an Geſinde haben. Der Bauer wird ſein Geſinde, welches er
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nur darum geyalten hat, um einige Hofedienſttage in der Woche zu verrichten, verabſchieden.
Dieſes Geſinde wird in des Herrn Dienſten auch beſſer beſchäͤftiget werden:
1) weil der Herr, der es bezahlt und ernaͤhren muß, weit mehr Aufſicht zur Arbeit anſtellen und auf gute Arbeit mehr ſehen wird, als er es gethan bei Hofedienſten, die ihm nichts koſerene
2) Es iſt ausgemacht, daß mit gutem Zugvieh und weckmaß zigen Ackerwerkzengen das Dop⸗ pelte der gewoͤhnlichen Arbeit verrichtet werden kann; da nur ein Menſch dieſelbe Anzahl Vieh bei der Arbeit dirigiren kann, es mag gut oder ſchlecht ſeyn, ſo iſt es klar, daß bei gutem Vieh Menſchenkraͤfte erſpart werden.
3) Auch dadurch werden Kraͤfte erſpart, daß das Geſinde auf den Vorwerken, alſo mitten
auf den zu bearbeitenden Laͤndereien, wohnt,


