Jahrgang 
10+11 (1808)
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(359) befoͤrdern. Der Gutsbeſitzer muß auch darauf ſehen, ſeine Wirthſchaft darnach einzurichten, daß der Ar⸗ beiter durch das ganze Jahr Gelegenheit hat, ſich Geld zu verdienen; ich fordere hier nichts Unbilli⸗ ges, es ſollen nicht Arbeiten verrichtet werden, die dem Gutsbeſitzer keinen Nutzen ſchaffen, und bloß in der Abſicht unternommen werden ſollen, um dem Arbeiter Verdienſt zu geben. Ich halte es nur fuͤr noͤthig, daß er nicht darauf allein ſieht, ſeine Wirthſchaft mit den moͤglichſt geringſten baaren Auslagen zu beſtreiten, ſondern er muß darauf be⸗ dacht ſeyn, den hoͤchſt reinen Ertrag aus dem Gute herauszubringen, und noͤthigenfalls ſo viel Kapi⸗ tal in der Wirthſchaft anzulegen, als ihm zu Ge⸗ bote ſteht. Sollte es nicht moͤglich ſeyn, dem Arbeiter zu Nebenverdienſt Gelegenheit zu verſchaffen, z. B. durch Flachsbau, und andere Arbeiten? Er muß auch dieſe Menſchen nicht als bloße Werkzeuge, die zu ſeiner Gluͤckſeligkeit, ſondern als freie Men⸗ ſchen, die Gott um ihrer ſelbſtwillen geſchaffen hat, behandeln. Er muß alſo gegen ſie gerecht ſeyn, ſich aller Willkuͤhr enthalten, er muß ſie uͤber ihre Be⸗ ſtimmung mit gutem Beiſpiel und mit Worten be⸗ lehren; zu deren Vorgeſetzten muß er unterrichtete und rechtliche Leute waͤhlen. Die Beſorgniß um Geſinde, deſſen Anzahl bei der Aufhebung der Hofe⸗