Jahrgang 
9 (1808)
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welche nicht riechen, eine Verbindung von Hydro⸗ gen und Kohlenſtoff, welche Geruch beſitzen. Daß uͤberhaupt die Blumen ſich des Abends anders ver⸗ halten, wie am Tage, beweiſen außer dem Geruch die Beobachtungen, nach welchen die Bluͤthen eini⸗ ger Pflanzen im Dunkeln eine Ausduͤnſtung von ſich geben, welche ein phosphoriſches Licht verbrei⸗ tet. Die erſte, welche dies beobachtete, war die Tochter des Vaters der Botanik, des beruͤhmten Linne. Sie ſah auf dem Landgute ihres Vaters jeden Abend, in der Daͤmmerung, aus den Bluͤ⸗ then der indianiſchen Kreſſe(Trapaeolum majus) einen Glanz uͤberaus ſchnell hervorſchießen. Nach⸗ her hat Hagreen bei den Ringelblumen daſſelbe geſehen. Der Obermedicinalrath Hagen in Kö⸗ nigsberg erfuhr ebenfalls auf einer Reiſe in der Schweiz ein aͤhnliches merkwuͤrdiges Beiſpiel. Er ſah beim Beſteigen eines Berges im dickſten Nebel und in der Finſterniß alle Blumen der geruchloſen Wucherblume(Chrysanthemum inodorum) ei⸗ nen blendend weißen phosphoriſchen Schein aus⸗ ſtoßen, und uͤberzeugte ſich von dieſer Erſcheinung ſo ſehr, daß hier alle Einwendungen von einer etwa vorgefallenen Taͤuſchung verſchwinden.

Aber auch gewiſſe Zuſtaͤnde der Atmoſphaͤre ha⸗ ben hoͤchſt wahrſcheinlich auf den Geruch und die