Jahrgang 
2 (1808)
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ger meines Lehrinſtituts berufen, von denen ich, feit⸗ dem die Materie abgehandelt worden, nun die Po⸗ ſtenformirung jeden Monat machen laſſe, wozu hoͤchſtens drei Stunden erforderlich ſind, mit Ein⸗ ſchluß der Erlaͤuterungen, die ich uͤber Facta und Data aus meiner Wirthſchaft bei dieſer Gelegen⸗ heit gebe. Th.

Um den Werth einer Sache beſtimmt angeben zu koͤnnen, iſt es nothwendig, einen klaren Begriff von dem Zweck derſelben aufzuſtellen; dieſer dient dann als Canon zur Beurtheilung der verſchiedenen Arten derſelben. Je mehr und vielſeitiger ſie dieſen Zweck erreichen, deſto vollkommner ſind ſie, und umgekehrt. Um nun den Zweck des landwirth⸗ ſchaftlichen Rechnungsweſens genan angeben zu koͤnnen, muß man das Berechnen vom Ver⸗ rechnen*) genau unterſcheiden; durch letzteres trachtet man bloß die Einnahme und Ausgabe der Naturalien ſowohl als des baaren Geldes aufzu⸗ zeichnen, und ſo die bleibenden Vorraͤthe, Ruͤck⸗

*) In den meiſten deutſchen Provinzen wird das Wort Verrechnen in einem ganz andern Sinne ge⸗ nommen. Waͤre das nicht, ſo koͤnnte allerdings der wohlunterſchiedene Begriff dadurch bezeichnet werden.

Th.