Jahrgang 
1 (1808)
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dem ſchoͤnſten Klee, uͤppigen Weizen und Rocken, die reichſten Wieſen und wohlgenaͤhrtes Vieh.

Von hier bis in das Herz von Boͤhmen trifft man kein ſchlechtes Land mehr an, ſondern je naͤher man der Hauptſtadt kommt, je beſſer wird der Boden.

Die Wohlhabenheit faſt Reichthum der Bauern iſt hier allenthalben ſichtbar, und doch wird der ſehr tragbare Boden noch nicht genug benutzt. Man findet noch große Strecken Gemeindeplaͤtze, auf denen das Vieh, vorzuͤglich die Schaafe kuͤm⸗ merlich ihre Nahrung ſuchen, die jetzt groͤßtentheils den Schweinen und Gaͤnſen eingeraͤumt ſind, die aber wenn ſie in kultivirtes Land umgeſchaffen wuͤr⸗ den, die ſchoͤnſten Fruͤchte liefern koͤnnten.

Das Land um Prag gleicht einer Gaͤrtnerei und iſt, da man den Duͤnger aus dieſer unge⸗ heuern Stadt beinahe umſonſt haben kann, in ei⸗ ner hohen Kultur. Alles gedeiht und waͤchſt in voller Ueppigkeit und die Vegetation iſt ſehr

ſchnell. Die Wieſen, von der Moldau bewaͤſſert, freilich auch oͤfters uͤberſchwemmt, ſind ſehr reich an Gras.

Vor dem Kornthore hat der um die Verſchoͤ⸗ nerung der Prager Gegend ſo ſehr verdiente Herr Obriſt von Wimmer, deſſen Beſitzungen hier an⸗