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laͤnder ſeyn muͤſſen. Um jedoch dieſen Zweig der Viehzucht wieder zu heben, hat die Regierung die wohlthaͤtige Einrichtung getroffen, Hengſte von ungariſcher und mecklenburger Ragce jaͤhrlich durchs ganze Land zu vertheilen.
Nur hie und da an Wegen ſiehet man ein⸗ zelne Stuͤck Vieh weiden, ſonſt behaͤlt jeder ſein Vieh bis zur Stoppelzeit auf dem Stalle.
Die Wieſen ſind ſehr ergiebig, und die Elbe durchſchlaͤngelt einen Theil dieſes fruchtbaren Thals.
Ueber magere Felder und ſchlecht kultivirte Fichtenwaldung gelangt man nach Kolin. Hier tritt ein duͤrftiges Sandland ein, das kurzhal⸗ miges und kleinaͤhriges Getreide liefert, das ſel⸗ ten das 6te Korn im Ertrag giebt. Die Ackerbeete ſind gfurchig und hoch aufgetrieben. Kartoffeln in großen Strecken; man legt ſie hinter den Pflug in die 3te Furche und bearbeitet ſie haͤufig mit dem Radlo.
Das Sandland verliert ſich, und bei Planion im Kaurſchimer Kreiſe betritt man einen frucht⸗ baren gut kultivirten tiefen Kleiboden, der oͤfters 15 faͤltigen Ertrag giebt. Man ſieht, daß ſorg— faͤltige Wirthe hier wohnen muͤſſen, denn nicht nur der Acker iſt außerordentlich gut beſtellt, ſon⸗ dern man findet auch ganze breite Strecken mit
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