Huͤlſen recht getrocknet und ausgedroſchen ſind, auf der Putzmuͤhle zu reinigen, kennt man nicht. Der gruͤne Klee wird einen Sommer benutzt, im Herbſt geduͤngt und einfaͤhrig mit Weizen beſaͤet.
Kartoffeln werden nur ſo viel gebauet als man zum Hausgebrauch noͤthig hat, zur Fuͤtterung fuͤr das Vieh wenig oder gar keine.
Die meiſte Feldarbeit wird mit Pferden ver⸗ richtet, unter denen man ofters ſehr ſchoͤne Thiere fiehet, die von den in Koͤniggraͤtz auf Koͤnigl. Rechnung gehaltenen Hengſten abſtammen.
Die Pferdezucht hat im Ganzen in Boͤhmen ſehr abgenommen. Die Bauern kommen immer mehr davon ab, da ſie einſehen lernen, daß ſie mit Ochſen beſſer fortkommen, und wenn man ja noch Pferde haͤlt, ſo geſchiehet es wegen der Robotfuhren. Man ſucht die Abnahme der Pfer⸗ dezucht darinnen, daß man jetzo ſo viele auslaͤn⸗ diſche Pferde, als z. B. aus Niederſachſen, der Moldau, Siebenbuͤrgen u. ſ. w. zur Wiederer⸗ ſetzung der jaͤhrlich eingegangenen Kavalleriepferde kommen laͤßt, daß durch die Aufhebung der Kloͤ⸗ ſter die Zahl der Praͤlaten und Proͤbſte ſich ver⸗ mindert habe, die ſonſt ſehr viele Pferde gehal⸗ ten, und daß der Adel ſeinen Stall einſchraͤnkt und die wenigen Pferde die er noch haͤlt, Aus⸗
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