Jahrgang 
7-12 (1806)
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Anfang einer ſolchen Wirthſchafts⸗ veraͤnderung. Man muß vom Kleinen zum Großen uͤberge⸗

hen, jedem Acker eine beſondere ihm ſchickliche

Fruchtfolge geben, Stallfuͤtterung einfuͤhren. Nun giebt es zwei Faͤlle, in welchen ſich eine

Dorf⸗Commune befinden kann; entweder ſie hat allein das Recht der Huͤtung, oder ein Anderer hat

das Recht der Mithuͤtung. Dem ſey nun, wie ihm wolle, ſo verlange ich weiter nichts von der Weisheit und Guͤte der Landesregierung, als es dahin zu bringen, daß etwa der zehnte Theil jeder Feldflur von aller Weide und Huͤtung befreiet wer⸗

de, damit auf dieſem kleinen Diſtrikte fuͤrs erſte

das Gartenrecht Statt finde. Die andern neim Theile der Feldflur muͤſſen aber fuͤr jetzt ganz in

der alten Verfaſſung bleiben; hier iſt Huͤtung und

Bewirthſchaftung ganz auf dem alten Fuße. Aber jener kleine Strich Feld ſoll der erſte Anfang der Fruchtwechſelwirthſchaft werden. Hier ſollen die Landleute Gelegenheit und Raum bekommen, Fut tergewaͤchſe nach Gefallen anzubauen, die fuͤrs erſte nur zu einer beſſern Fuͤtterung des Viehes ne⸗ ben der Weide dienen ſollen. nug Alle diejenigen Bauer nun, welche von den Vortheilen der Fruchtwechſelwirthſchaft uͤberzeugt