Jahrgang 
7-12 (1806)
Einzelbild herunterladen

225)

vobei; gewoͤhnlich adeteſt uch ſchon dei der Drer⸗ felderwirthſchaft fuͤr dergleichen Wege Serge 32 nragen worden.

Außer dieſen wuͤßte ich kein Hinderniß, wel⸗ ſches die Ausfuͤhrung des Geſagten ſtoͤren koͤnnte. Dieſe Sache iſt ja auch gar nichts Neues, Unver⸗ ſuchtes, das erſt dutch die Erfahrung beſtätiget werden muͤßte. Man findet ſte hier und da imn Perolichen Deutſchlande, und noch haͤuſtger im füdlichen. Und was die Entbehrung der Weide anbetrifft, ſo weiß jedermann, wie wenig das ge⸗ woͤhnliche Weidevieh Vortheil ſchafft. Eine Stall⸗ kuh giebt mir einen Milchertrag, den ich nicht fuͤr 50 Rthtr. verkaufen wuͤrde; da hingegen der Er⸗ trag einer Weidekuh fuͤr 6 Rthlr. verpachtet wird. Unſere Viehheerden werden, leider! auch noch täglich ausgetrieben, aber von 200 Stuͤck der hie⸗ ſigen Stadtheerde laſſen vielleicht kaum zehn arme Leute, die kein Futter haben, ihre Kuͤhe zur Weide austreiben, und ſogar nicht einmal auf die Stop⸗ pel, weil die Milchnutzung auf den zehnten Theil herabfaͤllt, wenn das Vieh auf der Weide herum⸗ gejaget wird. 3 Was nun aber die Einfuͤhrung der Stalfuͤtte⸗ rung anbetrifft, ſo iſt ſie nicht das Werk eines Augenblicks; es gehoͤren Vorbereitungen dazu.

Aaa 2