Jahrgang 
7-12 (1806)
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(223) Eigenthum und Freiheit ſind die Bluͤthen des Ackerbaues..

und wenn es nun uͤberdies nicht abſolut nsaheg, ja wenn es nicht einmal ein weſentliches Erforder⸗ niß der Landwirthſchaft iſt: ſo iſt es beſſer, es be⸗ haͤlt jeder, was er hat, und das Feld wird gar nicht in Schlaͤge eingetheilt.

4) Dann iſt aber auch zugleich aſl⸗ Brehweide aufgehoben, und Stallfuͤt⸗ terungtritt an ihre Stelle. Das ganze Feld bekoͤmmt Gartenrecht*). ns Bei Aeußerung dieſes Grundſatzes bitte ich meine Herren Leſer zuvoͤrderſt, nicht voreilige Ur⸗ theile daruͤber zu faͤllen. Ich war und bin noch ummer ein Vertheidiger der Huͤtung und Weide auf den Schlaͤgen großer Landguͤter; aber auf klei⸗ nen Bauerbeſitzungen iſt Stallfuͤtterung weit vor⸗ zuͤglicher und weit leichter zu realiſiren, als dort. Sodann iſt vollkommene Stallfuͤtterung auch nur das hoͤchſte Ideal, und ſoll keinesweges mit einem Speange erreicht werden; es ſoll alles Schritt voe

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4 ·) Unter Gartenrecht verſtehe man aber ja nichr eine ſolche Verfaſſung, wo man auf dem Acker Spi⸗ nat und Gurken bauet, ſondern nur die gaͤnzliche Be⸗ freiung von Huͤtung und Weide, ohne daß man Zaun und Mauer noͤthig hat.. rcn hagre Annal. II. Jahrg. II. Pd. 6, St. Aga