Jahrgang 
7-12 (1806)
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Alle Beſitzungen unter 300 Morgen des ge⸗ woͤhnlichen Bodens, gehoͤren in der Regel in der Churmark zu denen, wo der Wirth ſelbſt mitar⸗ beitet und baͤuerlichen Standes von geringen Be⸗ duͤrfniſſen ſeyn muß, um nicht zu viel wieder von der Produktion zu verzehren.

Zu dieſer Art gehoͤren alle baͤuerliche Nahrun⸗ gen in der Churmark, und dieſes ſind der Zahl nach die meiſten, welche auch die groͤßte Ober⸗ flaͤche in Cultur haben. Nach Bratring(Theil1 S. 13) ſind 45,228 contribuable Hufen angege⸗ ben, worunter freilich auch die ſind, welche manche Ritterguͤter unterm Pflug haben. Jedoch ſind 20,360 Wirthe darauf angeſetzt.

Leider iſt in dieſer Klaſſe auch eine gute Kul⸗ tur und reiche Produktion ſelten; noch ſeltener aber, daß dieſe einen reinen verhaͤltnißmaͤßigen Ueberſchuß von Bedeutung zum Verkauf ge⸗ waͤhrt, beſonders da viele, zu kleine Koſſaͤten⸗ und Halbkoſſaͤten⸗Stellen dazu gehoͤren, welche nur 15, 20, 30 bis 50 Morgen beſitzen.

Der Grund zu dem Uebel, daß gerade dieſe zahlreichſte Klaſſe, die ſonſt das ihrige ſehr wohl uͤberſehen kann, ſehr wenig Ueberſchuß zum Ver⸗ kauf hat, liegt darin: