Jahrgang 
8 (1807)
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krumm herum unter der Erde, wo er nicht tief faͤllt, und iſt nach fuͤnf bis acht Tagen wieder da in neuer Kraft. Ich weiß wohl, daß die Quecken, die einmal aufgeriobelt und emporgeegget worden, abgeharkt und abgeleſen werden ſollen; weiß aber auch, daß ſie doch nicht alle damit erwiſcht und weggeſchafft werden können; weiß, daß ihrer von wenigen im Acker gebliebenen Faͤſerchen eine unge⸗ heure Menge wieder heranwachſen, wenn ich im⸗ mer in der Zeit dieſes Land pfluͤge, wo ſich das Auseggen derſelben bewerkſtelligen laͤßt; weiß fer⸗ ner, daß das Feſttreten des Ackers gerade in ſol⸗ chen Perioden unvermeidlich iſt; weiß endlich aus ſchmerzhafter Erfahrung, daß die Vertilgung der Quecken aus einem einzigen Aeckerchen leichter iſt, als aus einer ganzen Hufe. Ein Umſtand, den mancher oͤkonomiſcher Rathgeber in dieſem und jenem Falle leicht uͤberſieht, daß gewiſſe Procedu⸗ ren im Kleinen wohl ausfuͤhrbar ſind, die ſich im Großen nicht ſo leicht bewerkſtelligen laſſen.

Wie ſteht es nun bei ſo bewandten Umſtaͤnden mit der Sicherheit, in Anſehung der Erreichung des erſten Zwecks bei Brachhaltung, mit der Rei⸗ nigung der Aecker von Unkraͤutern? Keinesweges abſolut, ſondern aͤußerſt re⸗ lativ.