Jahrgang 
8 (1807)
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Ein ſolches Landſtuͤck pflegt neben den Quecken auch wol mit Unkraͤutern andrer Art, deren Saa⸗ me zum Aufgehen gelockt werden muß, beſalbet zu ſeyn, namentlich mit Wildhafer und Hederich, welches bei mir der Fall iſt. Hier widerſtreiten nun die zweckmaͤßigen Behandlungsperioden jener Spießgeſellen, um ſie wegzunoͤthigen, einander ſchnurſtracks, ſo daß man auf Vertilgung des ei⸗ nen Verzicht leiſten muß, wenn man dem anderu den Tod bereiten will. Fuͤr die Quecken ſoll ich Witterung waͤhlen, wo wahrſcheinlich nach dem Beackern Duͤrre eintreten wird. Fuͤr die Lockung des Windhafers und Hederichſaamens muß ich einen Zeitpunkt abpaſſen, wo nach der Beartung und Zerkleinerung abwechſelnde Regen erfolgen. Treten dieſe Wecker des Keims ein, ſo ſprießt der Wildhafer und Hederich zwar in Menge hervor, aber die Quecken breiten ſich auch im lockern Lande nun ſo ſchnell und gewaltſam wieder, daß ich beim naͤchſten Pfluͤgen deren mehrere, als vormals da waren, wieder antreffe. Erfolget Duͤrre, nun ſo verdorren zwar die aufgeeggeten Quecken, aber mein Hederich⸗ und Windhaferſaame regt ſich nicht. Will ich den aufgeſproßten Windhafer, um den Quecken Abbruch zu thun, wieder unterpfluͤgen, ehe er ſein drittes Blatt gezeigt hat, ſo geht er