Jahrgang 
8 (1807)
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gende Regen bereits ſo eingezogen waren, daß alle Krume zerbroͤckelt und die Egge alle gefaßte Wur⸗ zeln herauskaͤmmt, die damit verbunden geweſene Erde abſchuͤttelt, ſo daß jene obendrauf zu liegen kommen, und eintretender Sonnenhitze dann bloß⸗ geſtellt bleiben, bis ſie gaͤnzlich ausgedoͤrret ſind. Bisweilen ſahe man verwelkte Klumpen von Quek⸗ ken wieder unterpfluͤgen. Dies iſt aber ein voͤllig fehlerhafter Prozeß; denn wenn nur noch die Spur von Saft in einer Quecke an einem kleinen End⸗ chen derſelben befindlich iſt, ſo lebt ſie wieder auf, ſobald als ſie einer Erde anvertrauet wird, in wel⸗ cher nur noch etwas Feuchtigkeit vorhanden iſt, oder wenn Regen auf den Acker faͤllt; ja unbedeu⸗ tende Staubregen koͤnnen dieſer Wurzel, die mit einem Katzenleben verſehen iſt, wieder bald zur uͤppigſten Vegetation verhelfen. Die Zeit, Quek⸗ kenland zu behandeln, will vor allen andern ſorg⸗ faͤltig ausgewaͤhlt ſeyn, und oft kommen waͤhrend eines ganzen Sommers die hiezu guͤnſtigen Perio⸗ den aͤußerſt ſparſam; fallen oft nur dann vor, wenn der Ackermann andre, noch unaufſchiebbarere Ge⸗ ſchaͤfte treiben muß, z. B. Kohl⸗, Lein⸗, Ruͤb⸗ ſen⸗Aecker zu verarbeiten hat; woher denn nicht ſelten dieſes Aufpfluͤgen der Queckenbrache hintan⸗ geſetzt, und der Zweck des Brachliegens hier ganz vexeitelt wird.