(131)
koͤmmt oder verdirbt. Von der verhaßten Wu⸗ cherblume weiß ich ſelbſt ein Beiſpiel, daß der Saame davon in einer zur Viehweide niedergeleg⸗ ten Ackerflaͤche 28 Jahre lang gelegen hatte, und da man glaubte, er ſey abgeſtorben und verdum⸗ met, nach wiederholtem Pfluͤgen binnen einem Sommer mehrmals ſehr dicht aufging. Wo viel Windhafer ausfiel, oder auch eine Men⸗ ge Hederichsſaame(und Wucherblume ebenfalls), da darf man zum erſtenmale das Land nicht tief umpfluͤgen, ſonſt ver⸗ graͤbt man ſich einen Schatz, der ſo leicht nicht wieder gehoben, ſobald, ja vielleicht nie wieder ganz herausgeackert werden kann. Wer gar vor dem Winter ſolche Unkrautsgeſaͤme tief unterackert, handelt dem Zwecke ganz zuwider, dieſerlei Land von jener Laſt befreien zu wollen.
Pfluͤget man mit Quecken durchflochtene Aecker, wenn eben der Boden zu trocken iſt, ſo zerreißen die bindfadenartigen Wurzeln, deren kleines ab⸗ geriſſenes Glied wieder einen neuen Strick bildet, ſobald Naͤſſe eintritt. Es eggen ſich dieſe, dem Lungenſiechen dienſamere Wurzeln als dem Acker bei Duͤrre nicht aus dem Lande, in deſſen Klum⸗ pen ſie eingebacken ſind. Der guͤnſtigſte Zeitpunkt verqueckten Acker zu bearten iſt, wenn durchdrin⸗


