Jahrgang 
1
Einzelbild herunterladen

5

õõ

4 2 õÿ

-

Mode richtete, dem Haare die innere Kraft, und der Form und eingebildeten Schoͤnheit der unbedeutenden Nebentheile die Staͤrke der we⸗ ſentlichen aufopferte. Man ſahe mehr darauf, wie ein Pferd ſich von vorn praͤſentirte, als wie es mit den Schenkeln arbeitete, fand es ſchoͤn, wenn es nur das Geſicht eines Schaf⸗ bocks auf einem Schwanenhalſe trug, und praͤchtig, wenn es obendrein einen Schweif hatte, den man in mehrere Knoten ſchuͤrzen oder nachtragen mußte. Von dieſem verdor⸗ benen Geſchmacke ließ ſich der Mecklenburger im Allgemeinen nicht anſtecken, ſondern be⸗ wahrte den echten Begriff der Schoͤnheit die Harmonie aller Theile zum Zwecke des Ganzen beim Pferde. Nicht mit Kopf und Schwanze arbeitet das Pferd; daher war ihm die Staͤrke dieſer Theile unnuͤtz, und ſol⸗ che nur in ſofern der Beachtung werth, als man in ihnen Merkmale allgemeiner Energie und Geſundheit wahrnahm. Wie aber die Pferde von Arabiſchem Blute aus England zu uns kamen, die ſich durch die beſondre Schnellkraft ihrer Muskeln und Sehnen zu leichten und geſtreckten Bewegungen, und durch ein beſonders feuriges, aber lenkſames Tem⸗ perament auszeichnen; ſo fuͤhrten einige ver⸗