193
deſto wichtigeres Hinderniß der Vervollkomm⸗ nung ſolcher kleinern Wirthſchaften ohne Schaͤ⸗ fereien aufmerkſam machen, naͤmlich auf das Mißverhaͤltniß des Viehſtandes zum Ackerbau und der zur Futterung beſtimmten Aecker zu den fruchttragenden. Beide Fehler pflegen gewoͤhnlich ſo beiſammen zu ſeyn, daß ſie in einen zuſammenfließen.
Um aber hier nicht beim Allgemeinen ſtehen⸗ zu bleiben, wollen wir uns nach Bergens und Hrn. L. A. Thaers Vorgange(ſ. Bergens Anleitung zur Viehzucht, herausgegeben von A. Thaer 1800. S. 470 f. und 583 f.) ein gewiſſes Gut denken, welches ſo eben zu einer vollkommnern Wirthſchaft eingerichtet werden ſoll. Duͤrſten wir voraus ſetzen, daß die Lage eines ſolchen Gutes uns in den Stand ſetzte, die Felder nach Belieben eintheilen zu koͤnnen, ſo waͤre es ein Leichtes, die mancherley Verhaͤltniſſe zu einander zu berichtigen. Dies iſt aber bei ſolchen kleinern Guͤtern nur ſelten der Fall. Deshalb verſetzen wir uns jetzt mitten in die Felder unſrer Nachbaren; haben große und kleine Flecken Land zu beackern; ſind mit unſern Aek⸗ kern bald durch die Wirthſchafts⸗Art unſerer Nachbarn eingeſchraͤnkt, bald haben wir freie


