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Aus der Gegend von Lutter am Barenberge. Es ſind viele Schaafe an der ſogenannten Seuche gefallen.„Eine Krankheit, „die alle uns bekannte Aerzte und Arzneibuͤcher „nicht kennen. Ein Schaaf, das von ſolcher „Krankheit befallen wird, giebt vorher keine „Kennzeichen der Krankheit; um 8 Uhr des „Morgens frißt es z. B. noch ganz geſund, um 719 Uhr wird es krank, ſtehet ſtill, frißt um „ſich in den Miſt; um 11 bis 12 Uhr faͤllt es „um und ſtirbt ſogleich. In der letzten Stun⸗ „de ſtellt ſich dann gewoͤhnlich ein Durchfall ein,
„und wenn das Thier geoͤffnet wird, ſo ſind „die Eingeweide wie ſchwarz gebrannt. Dieſe „Krankheit iſt um ſo ſchaͤdlicher, weil allemal „die geſundeſten und beſten Schaafe davon be⸗ „fallen werden, und hat das Beſondere, daß „nur die Schaafe darunter leiden, die das „beſte Futter bekommen, alſo die Mutterſchaafe „und Jährigen; die Hammel ſind frey davon. „Hier iſt ⁊. der Schaͤferey an ſolcher Krank⸗ „heit ausgeſtorben; uns waͤre alſo ſehr an einer „Aufklaͤrung gelegen.“
Aus der hildesheimſchen gebir⸗ gigten Gegend. Der Weitzen, der hier im Fruͤhjahr ſo viel verſprach, erfuͤllt ſeine Hofnun⸗ gen nicht. Es ſcheint, als wenn gar kein Trieb darin iſt. Auf einem und demſelben Stuͤcke ſtehet einiger in Bluͤthe, anderer faͤngt erſt an zu ſchoſſen, noch anderer ſcheint gar nicht ſchoſ⸗ ſen zu wollen, und noch anderer wird gelb und


