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ne Ruͤbe, ſein Kohl, Flachs und Ruͤbſen gaͤnz⸗ lich umſchlaͤgt?—„Man muß doch ſo viel, (ſpricht der ſonſt ſo kluge Landwirth hieſiger Ge⸗ gend) als ins Haus gebraucht wird, von jeder Art des Gemuͤſes, Flachſes und Ruͤbeſaamens ſelbſt bauen; denn im Herbſte fehlet manchmal die Zeit, dergleichen von andern Orten herbey zu holen; manchmal will ſich das Geld nicht finden, es anzukaufen; manchmal wird man auch von Andern ausgeſpottet, wenn dieſer und jener das ſelbſt hat, was man kaufen muß.““ So kann auch in dieſem Punkte falſche Schaam, wie oft in der Welt geſchiehet, Vorurtheile im Gange erhalten, und zu Fehlern verleiten.— Ich bauete auch auf meinem Harzunger Acker weiſſe Ruͤben, weil ich ſollte, und jeder es that. Sie geriethen dreimal hinter einander her nicht, weil ſich der Boden dazu nicht eignet; denn am Duͤnger, am Saamen und an der Bear⸗ beitung lag es nicht, da alles auf die nemliche Weiſe getrieben und vorgekehrt wurde, wie ehe⸗ mals(da ich ſolche ſehr ſchoͤn erhielt), und wie der Ruͤbenbau an meinem Geburtsorte traktirt wird. Nun laſſe ich es bleiben und kaufe zum Eſſen die Wenigkeit von weiſſen Ruͤben; zur Fut⸗ terung kenne ich beſſere Gewaͤchſe: Runkeln,


