Jahrgang 
1 (1829)
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VI

ſinnter Waͤchter meiner Jugend war nicht da, und Schul⸗Disciplin fehlte uͤberall. Ich war mir ſelbſt uͤberlaſſen und beſuchte die Unterrichtsſtunden, wenn ich Luſt hatte.

Als ich ſo vier Jahre zugebracht hatte, nahm mich mein Vater, der damals die in Concurs gerathenen Vieregg⸗Roſſewitzer Guͤter berechnete, zu ſich, um mich zur Landwirthſchaft anzufuͤhren, ihm aber bei'm Rechnungsweſen zu unterſtuͤtzen. Mir fiel die Extrahirung der Rechnung aus den Wochenzetteln der Unterſchreiber zu, ſonſt wurde mir nichts anvertraut, und Jagen, Fiſchefangen und Vogelſtellen ergaͤnzten die Luͤcken, welche in meinem Lern⸗ und Tha⸗ ten⸗Leben offen lagen. Indeſſen fing ich an, meine Lage druͤckend zu fuͤhlen. Ich wollte mehr und weiter, und als ſonſt mir nichts genuͤgen konnte, mußte ich einwilligen, daß meine Feder⸗ und Rechnenfertigkeit be⸗ nutzt wurden, mir durch einen Luͤbecker Be⸗