Jahrgang 
3 (1803)
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die größere Sparsamkeit, deren man sich allenthal ben befleissiget, überwunden, wenn der Winter nicht allzulange anhält. Auch läßt der Gang der Witterung ein gutes und mildes Frühjahr hoffen.

Eine Folge des kärglichen Futters wird aber doch entstehen, nemlich ein beträchtliches D Deficit an Mist. Dieses könnte für die Erndten der küuf⸗ tigen Jahre allerdings von Bedeutung 1 55 Je⸗ doch läßt sich mit Grunde hoffen, act d die vorzüg⸗ liche Bearbeitung und atmosphärische Düngun g/ welche der Erdboden in diesem Jahre erhalten hat, ihren Nutzen auf mehrere Jahre erstrecken und ei nigen Abgang des Mistes ersetzen werde.

Ueber das bevorstehende Steigen oder Fallen der Kornpreise läßt sich kaum mit Wahrscheinlichkeit etwas sagen. Wenn die Saat, wie nach dem na türlichen Laufe der Dinge höchst wahrscheinlich ist, einen solchen Anschein bekommt, daß sich unsre Hoffnung zu einer guten Erndte noch mehr begrün⸗ det, so werden die großen! Wirthschaften, die den größten Theil ihres Getreides noch zurückgehalten haben, ernstlicher zu verkaufen anfangen, und folglich wird eine 68. 2 Concurrenz von Verkäu fern entstehen. Aber dies kann nur der Fall seyn, wenn das Oplkröngs⸗ System aufgehoben wird, und eine Gegend der andern ihren Ueberfluß frey und offen zuführen kann. So lange in einem der an einander gränzenden Lande, wegen Mangels der Zufuhr, der Preis hoch bleibt, so bleibt er es auch in dem andern, wenn es gleich wahren Ueberfluß hafte. Im Hildesheimschen z. B. wird niemand viel wohlfeiler verkaufen, als der Preis im Han növerschen oder Braunschweigschen steht; und um e Der Marktpreis des einen Orts treibt gleich den des andern in die Höhe.