die vorher beinahe zu klein war, jetzt fast nie— mals voll wurde*). Mein seliger Onkel fühlte diesen Mangel wohl, und suchte ihm durch Mo⸗ derauffahren abzuhelfen; allein er ermüdete über dieser Arbeit zu bald, so daß es keinen merklichen Einfluß auf die Wirthschaft hatte. Dazu kam, daß die gehörige Begrabung der Wiesen versäu— met wurde, diese also in ihrem Heu-Ertrage merk— lich verloren. Und am Ende brannte gar das VBiehhaus, nach gänzlich vollendeter Heuerndte, ab. Nun war die Wirthschaft wirklich ihrem gänzlichen Untergange nahe, und nur die vor— zügliche Güte des Bodens konnte sie so lange hin— halten.
In diesem Zeitpunkte starb mein seliger On— kel, und hinterließ mir das Gut, welches, weil ich noch minderjährig war, an einen dͤusserst thätigen Landmann aus dem Mecklenburgschen verpachtet wurde. In den Pachtbedingungen wurde festgesetzt, daß er sich aller erschöpfenden Hafersaaten enthalten sollte. Doch wurden ihm
) Abermahls ein Beispiel, wie eine unvorbereitete und mit der ganzen Wirthschafts-Einrichtung nicht im Verhältniß stehende Vergrößerung des Ackerbgues die Erndte vermindere. 2


