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40 Tonnen hielten.— Man säete Buchweizen, düngte dann zum Weizen, säete dann Rocken und zweimal Hafer, worauf das Land 6 Jahre jn der Weide lag.— Auf diese Wirthschaft wur— den 110 bis 120 Kühe gehalten. Der Weizen und erste Hafer wurden oft ganz vorzüglich gut. Der Rocken hingegen und zweite Hafer schlugen
gewaltig ab, und gaben im Durchschnitt nicht das Zte Korn. Oft hatte man mit Strohman— gel zu kämpfen. Die Holländer gaben bey den niedrigen Butterpreisen 10 Rthlr. Pacht für die Kuh, und wurden reich.
Frachtfahren, unordentliche Wirthschaft und die vielen pferde, welche die Bauern des Hofe— dienstes halber halten mußten, ruinirte sie, so
daß zwey heimlich entwichen und der dritte seine Stelle übergab. Mein seliger Onkel beschloß, das Land selbst in Cultur zu nehmen), und von dem Augenblicke an kam die Hauptwirthschaft erstaunend in Verfall. Der Dünger wurde nach dem Bauerfelde deschyht und dem Hoffelde ent⸗ zogen. Daher kam es denn, daß die Scheure,
„) Für Ausländer bemerke N daß es in jenen
Gegenden dem Gntsbesitzer frey stand, seine Bauren zu legen und ihre Aecker einzuziehen.


