Jahrgang 
3 (1803)
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Die Landwirthschaft meines Guts besteht ge⸗ genwärtig aus 450 Tonnen à 240 Hamburger Quadr.⸗Ruthen Ackerland, und 150 Tonner sehr gut gelegener, aber bis jetzt äusserst schlecht cultivirter Wiesen. Der Boden ist ein vorzüg⸗ lich guter Mittelboden, der bey guter Cultur nur in durchaus ungünstigen Jahren seinen Be sitzer verläßt. Doch erfordert er wegen der mehrentheils ziemlich hohen wasserdichten Unter⸗ lage(die an den mehrsten Stellen aus Lehmmer⸗ gel, hin und wieder aber auch aus Bicker de) besteht) sehr viele Vorsicht im Begraben und Ziehen der Wasserfurchen, wenn nicht ein großer Theil des Winterkorns auswintern soll. Mein seliger Onkel und Wohlthäter, der Senator Otto in Lübeck, kaufte es in den oer Jahren. Damals waren hier drey freie Bauern, welche ungefähr 100 Tonnen Acker⸗ land und 30 Tonnen Wiesen cultibirten, und statt der Pacht taglich mit 12 Pferden und 6 Menschen zu Hofe kommen mußten.

Das Hoffeld wurde in 11 Schlägen, à 30

Tonnen, bewirthschaftet, von denen 2 aber

) Vermuthlich eisenschüssiger Lehm. Th.