Jahrgang 
1838
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wie dort gleichviel Stroh oder ändere Vegetabilien gestreut wurden, im zweiten Falle aber die Erdstreu wegbleibt?

b) In wie weit kann die Verwendung von Streustroh bei der Erd- streu beschränkt oder entbehrt werden, und wie ist der Werth und die Wirkung von sol<em Erdstreudünger gegen den von gewöhnlicher Einstreu von Stroh oder anderen Vegetabilien?

ce) Welches ist das beßte Verfahren, den Dünger mit Erde zu men? gen, wenn die Einstreu von Erde in den Ställen nicht anwend- bar ist oder aus Gründen nicht stattfinden soll, und wie ver- hält sic der Werth des außer dem Stalle gewonnenen Erddün- gers zu dem im Stalle erzeugten?

In allen diesen Fällen sind, wie sich von selbst versteht, die Kosten mit dem Nu- ken zu vergleichen. Ferner werden in Bezug auf das Düngerwesen noc< folgende Fragen gestellt:

a) Wie wirkt der gebrannte, eigentlich geröstete Thon und Lehm als Düngstoff?

b) Wie und wo ist derselbe statt anderen Düngers zur Verbesser- ung des Bodens mit Vortheil anwendbar?

8): Dr 5 DUE Dee,

Die Versammlung hält die ihr gewordene Mittheilung über eine neue Drillmetho- de, welche Herr Be>er, Gutsbesißer zu Mosbac im Herzogthum Nassau, zu- erst in Anwendung gebracht, für beachtungswerth. Bei derselben kommen die gedrill- ten Saaten in die, vorher auf gepflügte Balken gebildeten Vertiefungen und erhalten dann eine weitere eigenthümliche Bearbeitung*). Die Versammlung fordert daher auf,

mit dieser Drillmethode komparative Versuche anzustellen.

S)"UD 0190 ALMI

Die Versammlung stellt in Bezug darauf folgende Fragen:

a) Verdienen die gemis<ten Saaten von Futterkräutern und Grasarten nah der in England üblichen Methode aud in Deuts<land unter gewissen, zu ermittelnden Umständen den Vorzug vor der Ansaat einer einzigen Kieeart?

b) Wel<e Pflanzen und wel<he Verfahrungsarten sind zu dem Ende besonders zu empfehlen?

Cc) Wie kann ein kunstgere<hter Wiesenbau allgemeiner gemacht werden?

PU IE 10.206770 /D CH 0 3

a) Welches ist die zwe>mäßigste Art des Anbaues der Runkelrü- ben für die Zu&>erfabrifkation?

b) Welches ist die beßte Aufbewahrungsart derselben zu diesem Behufe?

*) Der mitunterzeichnete Oekonomierath P abst zu Darmstadt kann darüber nähere Auskunft geben.