Jahrgang 
1838
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Aufträgen von Seiten der Versammlung freundlich erboten hatte und wohl unter allen Landwirthen Deutschlands gegenwärtig sich am eifrigsten. mit dieser Lehre beschäftigt), eine Art Kommission zur Bearbeitung des Gegenstandes zu bilden. Zugleih werden alle Landwirthe, welche sic mit der Statik des Landbaues oder auch nur mit einem einzel- nen Zweige derselben beschäftigen wollen, aufgefordert,

sic) deshalb mit einem jener drei Herren in Verbindung zu segen.

6) Werthschäzung des Bodens, Aufgestellte Fragen:

a) Wie können zuverlässige Bodenschägter, sowohl in moralischer als technischer Hinsicht, am sichersten und tüchtigsten gebildet und zugezogen werden?

b) Ist die Veransc<lagung des Düngers, wie für rationelle ökono- mische Buchhaltung überhaupt, so auch ganz besonders für die Taxgrundsäße des Bodens unabweislic<h, und wie wird der Tax- preis desselben am richtigsten ermittelt?

c) Ist überhaupt oder in welchen Fällen der Roggen oder eine an-

dere Körnerfrucht als Preismaßstab bei landwirthschafrlichen Berechnungen anzunehmen?

7) Verbreitung nüßlicher Kenntnisse unter dem Bauerstande. In der Voraussezung, daß durch zwe>mäßig abgefaßte Schriften auf den eigentli- <hen Bauerstand vortheilhaft zu wirken sei, werden folgende Fragen aufgestellt:

a) Auf welc<e Weise können die geeigneten Schriften am leichte- sten in die Hände derer gebracht werden, für die sie bestimmt sind?

b) Wie ist weiter dahin zu wirken, daß sol<he Schriften au gele- sen und verstanden werden?

c) Was ist zu unternehmen, um es dahin zu bringen, daß die be» griffene Belehrung auch praktisch ausgeführt und nüßlich an- gewendet werde?

I. Die vegetabilische Produktion betreffend.

I) Düngerwesen Die Beimengung tro>ener' Erde zu dem thierisch= vegetabilischen Dünger, dem ei- gentlichen Stallmist, wird von dev Versammlung für viele landwirthschaftliche Verhält- nisse als wichtig und nükßlich erachtet, zugleich aber auch als sehr wünschenswerth an- gesehen, daß noc<h recht viele Versuche im Größeren darüber angestellt werden, und zwar sowohl über die Anwendung der Erde als Einstreu im Stalle nach der vom Amtsrath Blo> empfohlenen Methode, als wie über deren Vermengung mit dem so eben aus dem Stalle gebrachten Dünger. Insbesondere wird die Beantwortung folgender Fra- gen gewünscht: a) Wie verhalten sich die Düngermasse und ihre Wirkung, wenn Erde eingestreut wurde, gegen die bei der gewöhnlichen Ver- fahrungs- und Verwendungsart sich ergebenden, wenn hier