Jahrgang 
3 (1801)
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kann. In anderen Gegenden bleibt die Butter noch selten und theurer.

Auf den Fettweiden setzt das Vieh sehr gut auf. Die Fleischpreise aber werden nicht fallen, da das Vieh überhaupt selten und theuer ist, und das magere Rindvieh, Ochsen sowohl als Milchkühe, sehr hoch im Preise stehen.

Die Schäfereien kommen in diesem Jahre wieder auf einen grünen Zweig. Die Schaafe sind nicht nur gut durch den Winter gekommen; die Lämmerzucht ist vortrefflich ge wesen, und die Woll-ergiebigkeit groß; sondern der Preis jeder Art von Wolle, sie sey von Haid⸗ schnucken oder von Spaniern, in jedem Grade der Veredlung, ist um 20 bis 30 Procent ge⸗ stiegen. Die Wolle wird aber immer noch in Niedersachsen nicht so gut, wie in Obersachsen und in den Preußischen Staaten, bezahlt; un⸗ geachtet die Ausführ in diesen verboten ist. Da die Niedersächsischen Fabriken unbeträchtlich sind, so wäre unserer Wolle ein besserer Absatz-Kanal, wie bisher, zu wünschen. Wenn wir unsere Wolle sorgfältiger aussonderten, und, die fei nere wenigstens, nicht vor der Schur, sondern