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üblich war, häufiger gebauet, weil dieser seit etlichen Jahren ganz mißrieth.
Der Ausfall der Heuerndte ist nach Art und Umständen sehr verschieden. An eini—⸗ gen Orten waren die zweischürigen Wiesen stark bewachsen; an andern schätzt man sie noch um 3oder 4 geringer wie im vorigen Jahre. Im Ganzen läuten die Nachrichten aus den Gegen— den, die einen Klay- und Marschboden haben, schlecht; die aus den Gegenden von wärmerem und sandigem Boden aber gut; doch ist dies nicht allgemein. Ohne Zweifel müssen die Mor⸗ genreife im May, besonders am sten, dem Graswuchse einen Stoß gegeben haben, der die⸗ sen Strich mehr, jenen weniger traf. Die Einerndtung des Heues ist nur in den ersten acht Tagen nach Johannis gut von Statten ge— gangen; später und früher hat das Heu vom Regen an den meisten Orten sehr gelitten, und hat viele Arbeit und Sorge gekostet. Man⸗ che Wiesen an Flüssen und Bächen sind auch vor Johannis durch Austretung derselben sehr ver⸗ dorben.
Die einschürigen, nach der Rockenerndte
gewöhnlich mähbaren Wiesen enthalten hin —. 2


