Jahrgang 
3 (1801)
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wirthe selbst betrieben werden könne, da man neuerlich eine sehr einfache Methode, den Saft von den fremdartigen und schleimigen Theilen zu reinigen, und einen dem Westindischen nichts nachgebenden Rohzucker darzustellen, aufgefun den hat. Dieser Rohzucker wird vom Land wirthe, der den Abfall zur Viehfutterung be nutzet, dem Zucker sieder geliefert, der ihn dann auf gleiche Weise, wie den indischen Zucker, raf⸗ finiret. Von der Idee, eine Zuckerraffinerie mit dem Anbau der Runkelrüben zu verbinden/ oder sich die rohen Rüben dazu vom Landwirthe liefern zu lassen, ist man völlig zurückgekom men. Wahrscheinlich wird also der Runkeln Anbau ein bedeutender Zweig jeder verfeinerten

Landwirthschaft werden, und dieses in der Folge

der Handelsbalanz einen merklichen Ausschlag zu unserm Vortheil geben.

Die Möhren sowohl, als die weißen Rüben in der Braache, gerathen vorzüglich, da letztere, der häufigen Regenschauer wegen, von den Erdflöhen gar nicht gelitten haben.

Der Frühflachs ist allenthalben sehr gut gerathen, und man hat ihn in diesem Jahre auch an den Orten, wo sonst nur später Flachs