Jahrgang 
3 (1801)
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10 L

gehindert wird, seine Felder zur rechten Zeit zu bestellen. Die Saatkeime kommen unter solchen Umständen oft allzu zart in den Winter, und leiden dann oft große Noth. Hier fand ich den Gyps vorzüglich nützlich und anwendbar. Doch weiß ich auch aus der Erfahrung, daß er, im baldigen Frühjahre auf den Saatfeldern ausge⸗ streut, nicht ohne sichtbaren Nutzen geblieben ist.

Auch bey dem Gartenspinat wandte ich ihn an; und er leistete treffliche Dienste. Ich zweifle daher sehr, ob er specifische Kräfte nur für be⸗ sondere Gewächse besitze. Mich dünkt, es komme hier alles auf die Anwendung an. Manches Gewächs verträgt ihn nur in äußerst geringem Maaße, ein anderes fordert ihn im Großen; jenes fordert ihn wieder zu dieser, und dieses wieder zu einer anderen bestimmten Zeit.

III.

Unter welchen Umständen der Gyps Nutzen, und dann auch Schaden bringe?

Hätten wir eine feste Theorie über die Wir⸗ kungsart des Gypses, so würde die Lösung die⸗ ser Frage von selbst sich ergeben. Allein da wir