Jahrgang 
3 (1801)
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mancherley Versuche haben bewiesen, daß er bey allen Gewächsen ohne Ausnahme, unter gehöriger Vorsicht und Ueberlegung, mit Vortheil angewandt werden könne. Allein ich muß gleich das aufrichtige Bekenntniß beisetzen, daß er bey keinen Gewäch⸗ sen so auffallend große Wirkung verspüren läßt, als bey Klee, Wiesen und Schootenfruchten. Doch will ich einige Fälle namhaft machen, wo ich selbst mit Nutzen ihn gebrauchen ließ. Es wünschte ein guter Freund von mir, recht sehr lan⸗ gen Flachs auf seinem Felde zu erzielen, und that deswegen bey mir eine Nachfrage. Nebst andern guten Rathschlägen in Bezielung auf gu⸗ ten Flachs, rieth ich ihm, zur rechten Zeit seinen Flachs mit Gyps zu bestreuen. Er that es, und mein Rath schlug so gut an, daß unter gewisser Einschränkung mein Freund immer dabey geblieben ist. Welches aber die rechte Zeit sey, werde ich in der nachfolgenden Nummer besagen.

Wieder wandte ich ihn bey den Kraut⸗Pflan⸗ zen(Weißkohl) an, und zwar mit doppeltem Vor⸗ theil. Er beförderte den Wachsthum ungemein, und dann verscheuchte er alle schädliche Erdflöhe.

Oft fällt im Herbste um die Saatzeit ungün⸗ stige nasse Witterung ein, wodurch der Landbauer