Jahrgang 
4 (1800)
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solche Erde, welche von allen Kindern des Lichts verlassen ist, ganz zu verderben.

Wer kann, wenn er die Noth, welche jetzt in so vielen Hütten herrscht, kennt, ohne Schau⸗ dern daran denken, daß so viele tausend Morgen Landes, von denen so viele tausend Menschen froh und glücklich leben könnten, noch unter uns wüste liegen? Die Natur wollte ihre Kinder er⸗ nähren, und überall sollte Leben und Freude seyn. So lange sie selbst das Ruder führte, stattete sie zu dem Endzwecke die Oberfläche der Erde reich⸗ lich aus. Als aber die Menschen, wie Herren der Erde, ihre Oberfläche eroberten und das Ru⸗ der der Regierung übernahmen, da ward es wüste und leer; die Erde hörte auf, Gewächse und Saamen zu tragen; der muntere Vogel konnte nicht mehr auf lustigen Zweigen hüpfen: und wer sich diesen verlassenen Gefilden nähert, der muß befürchten, vor Hunger und Frost auf ihnen umzukommen.

Wer wagt es zu verantworten, daß so vieles Land noch wüste liegt? Wer kann es entschul⸗ digen, daß die menschliche Hand diese Gegenden bloß verheerte, und nicht wieder anbauete? Wenn der Mensch hier mühselig sein Leben durchschleppen,